Werner Zacher
Als Bauingenieur und Mitglied der Bayerischen Ingenieurekammer Bau war Werner Zacher beruflich an Infrastrukturprojekten im Mittleren und Nahen Osten engagiert.
Seit 2010 ist er Mitglied bei der Kolpingsfamilie Olching und hat 2014 die Planung der Krankenstation in Yaloya ehrenamtlich übernommen. Auslöser für den Bau war eine Malariaepedemie in Yaloya, bei der eine Vielzahl von Kindern aufgrund nicht ausreichender Versorgung verstorben sind. In enger Abstimmung mit Pfarrer Josef Aicher hat er die Planung der Krankenstation nach WHO-Standard und Unterstützung des Ärztecamps International in Yaloya erstellt und die Umsetzung begleitet. Hierzu gehörten regelmäßige Planungsbesprechungen im sogenannten Afrika Team und mit Pfarrer Josef Aicher während seine Präsenzzeiten in Petting.
Dass ein Krankenhausbau im Kongo sich anders gestaltet, ist verständlich, da andere klimatische Bedingungen vorherrschen und auch die technischen Voraussetzungen sowie die Logistik nicht mit unseren Standards vergleichbar sind. Das Wichtigste dabei ist Geduld, denn die Transportwege sind lang und auch der Materialverlust nicht unerheblich, so dass Materialien auch immer wieder nachbestellt werden müssen, was wiederum zu Verzögerungen führt. Ein wichtiger Punkt ist, dass die örtliche Bevölkerung mit am Bau der Entstehung ihrer Krankenstation arbeitet. Nur so kann sich diese damit identifizieren und diese auch in Eigenregie weiterführen. In Yaloya ist das gelungen. Zwischenzeitlich ist dort ein von der Regierung bezahlter Arzt tätig, der die durch Spendengelder finanzierte Krankenstation leitet und für den Fortbestand sorgt. Der Weg der eigenverantwortlichen Weiterführung wird auch bei allen von uns initiierten Projekten beschritten.

Werner Zacher bei einer Besprechung zur Planung der Krankenstation in Yaloya mit Pfarrer Josef Aicher
